Gute Reaktion auf erste Niederlage

Unter der Woche kam es zum „Spitzenspiel“ (Rheinische Post) zwischen den Rheinland Lions und den Gästen aus Düsseldorf. Der mehr als konkurrenzfähige Aufsteiger konnte sich mit einer guten Verteidigungsleistung in einem sehr engen und kampfbetonten Spiel gegen die Lions durchsetzen. Drei Tage später waren die AVIDES Hurricanes zu Gast, die als Düsseldorf-Bezwinger keinesfalls unterschätzt werden durften. Mit starkem Willen und mentaler Stärke fand man zurück in die Erfolgsspur.

Mittwochs 20 Uhr ist eigentlich nicht die gewohnte Zeit zu einem Punktspiel anzutreten. Die besonderen Ansetzungen sind in dieser Saison aber unumgänglich. So galt es, die Partie des ersten Spieltags nachzuholen. Die Lions konnten im ersten Viertel gut ins Spiel hereinfinden und man spielte sich schnell einen Vorsprung raus. Nach und nach verlor man jedoch in der Offensive den Rhythmus, konnte aber mit intensiver Verteidigung das Spiel zu Halbzeit ausgeglichen gestalten.  

Gefolgt auf einen ausgeglichenen Start nach der Halbzeitpause, zogen die Düsseldorfer mit 6 Punkten davon indem sie in der Offensive immer wieder wichtige Würfe kurz vor Ablaufen der Shotclock trafen. Die Lions konnten in dieser Phase lediglich in Person von Rachel Theriot (25 Punkte) dranbleiben. Die Lions fanden nie zu ihrem Rhythmus, kämpften aber in der Verteidigung. Das Spiel blieb weiter von den Defensiven beider Mannschaften dominiert, aber die Lions kämpften sich 3 Minuten vor Ende noch einmal auf einen Punkt an die Düsseldorferinnen heran, konnten das Spiel aber final nicht mehr drehen. So gewannen die Capitol Bascats mit 69:61.

Viel Zeit zum Verarbeiten blieb den Lions um Headcoach Zurkowski nicht, der anschließend nur eine Trainingseinheit hatte, um die Spielerinnen auf den anstehenden Gegner vorzubereiten und die Niederlage aus den Köpfen der Damen zu bekommen.
Im Training wurde daher an den alten Stärken gearbeitet, um in der Offensive in den Rhythmus zu gelangen.

Dies zeigte sich in einem Start-Ziel-Sieg, in dem die Lions nicht einmal die Führung aus der Hand gaben. Besonders hervorzuheben ist die Intensität und der Fokus, die man im Spiel gegen Düsseldorf nicht über die gesamte Spieldistanz aufrechterhalten konnte.
Geschäftsführer Potthast sagt: „Es war gut zu sehen, dass die Mannschaft es geschafft hat, das Spiel aus den Köpfen zu streichen und eine andere Mentalität an den Tag zu legen. Besonders die schnellen Hände in der Defensive, die zu zahlreichen Steals oder abgelenkten Bällen geführt haben, und die Ballbewegung in der Offensive waren ausschlaggebend für ein tolles mannschaftliches Auftreten, welches am Ende zum Erfolg verhalf. Es war schön zu sehen, dass alle eine gute Reaktion auf das Spiel gegen Düsseldorf gezeigt haben. “

„Düsseldorf war das erste enge Spiel für uns und die Niederlage war enorm wichtig auch für uns als Mannschaft und hat jedem nochmal vor Augen geführt, dass wir in einem Prozess sind. Umso mehr freut es mich, dass wir als gesamte Mannschaft es geschafft haben einen Reset-Knopf zu drücken und als Team einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir wollen hier langfristig das Team entwickeln und diese Woche war ein wichtiger Schritt für uns, auf dem wir aufbauen können“, so der Headcoach nach der intensiven Spielwoche

Unterstrichen wird diese Aussage von insgesamt 19 Assists der Lions. Fast die Hälfte davon gingen auf das Konto von Theriot (9 Assists), die immer wieder Bär (18 Punkte) unterm Korb oder Pohlmann (16 Punkte) an der 3er-Linie fand.

Während der Spiele stellte sich ebenfalls heraus, dass das Pokalspiel im Achtelfinale gegen die Bender Baskets aus Grünberg ausfallen wird. Somit stehen die Lions kampflos im Viertelfinale.

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© Florian Knechten